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DER BERUF KAUFMANN/-FRAU IM GROSS- UND AUSSENHANDEL (FACHRICHTUNG GROSSHANDEL)

EINFACH ERKLÄRT!

Der Groß- und Außenhändler/-in kauft Ware aller Art von Herstellern und/oder  Lieferanten ein und verkauft die Ware an Handels-, Handwerks- und Industrieunternehmen weiter. Lagerung, Logistik und Vertrieb zählen, je nach Betrieb, in den Aufgabenbereich eines Groß- und Außenhändler. Sie kontrollieren stetig die Lagerbestände und überwachen die Logistikkette für eine fristgerechte Lieferung zum Kunden. Außerdem sind die Beratung und Betreuung der Kunden eine wichtige Aufgabe in dem Beruf.


Groß- und Außenhändler/-in findet man in jeder beliebigen Branche, da diese so gut wie alles verkaufen können.

 
 

VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN BERUF

Grundsätzlich und rechtlich gibt es keine Voraussetzungen, um eine Ausbildung als Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel zu beginnen. Allerdings werden von Betrieben überwiegend Auszubildende mit einer Hochschulreife oder einem mittleren Bildungsabschluss angenommen.


Folgende Voraussetzungen sollte man mitbringen:

  • Kaufmännisches Denken (Kalkulieren von Angeboten)

  • Deutsch- und/oder Englischkenntnisse in Wort und Schrift (zum Erstellen von Angeboten oder Geschäftsbriefen)

  • Sorgfalt (Auftragsabwicklung, Kundenwünsche, Warenkontrolle)

  • Lust auf Büroarbeit

DAUER DER AUSBILDUNG

Grundsätzlich dauert die Ausbildung 3 Jahre. Die Ausbildungszeit lässt sich unter verschiedenen Bedingungen, wie z. B. gute schulische und betriebliche Leistungen, Besuch der Berufsfachschule Wirtschaft und Abitur auf 2,5 oder 2 Jahre verkürzen.

MÖGLICHE AZUBI-VERGÜTUNG

Das Ausbildungsvergütung eines/r Auszubildenden im Groß- und Außenhandel liegt durchschnittlich bei:

1. Jahr - 794,-- € brutto

2. Jahr - 850,-- € brutto

3. Jahr - 932,-- € brutto

Das Gehalt wird vom Unternehmen festgelegt und ist damit von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Das gleiche gilt für sonstige Sonderzahlungen, wie z. B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Diese sind unternehmensabhängig, teilweise fallen diese auch komplett weg.


Der Verdienst nach der Ausbildung liegt bei ca. 1800 - 2800 € brutto, je nach Branche oder Tarifvertrag sind Abweichungen möglich.

 

INHALTE DER AUSBILDUNG

PRAKTISCHER TEIL

Der praktische Teil der Ausbildung findet meistens im Büro des Unternehmens  statt. Ein- und Verkauf zählen zu den Hauptaufgaben eines /einer Groß- und Außenhändlers /-in. Lagervorräte müssen stetig kontrolliert und ggf. nachbestellt werden. Qualitätsprüfungen und Kundenservice sind wichtige Bestandteile der täglichen Arbeiten. Angebote werden kundengerecht erstellt, da jeder Kunde unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen hat. Ein stetiger Kontakt zu den Kunden ist wichtig und auch notwendig, um ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten.

SCHULISCHER TEIL

Der Berufsschulunterricht während der Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im Groß – und Außenhandel bietet eine theoretische Ausbildung, die insgesamt 12 berufsbezogene Lernfelder umfasst und durch allgemeinbildende Fächer ergänzt wird.

Die Lernfelder beinhalten die Tätigkeiten eines Angestellten, sowie auch hierarchisch höhere Personalaufgaben. Ein kleiner Teil der Ausbildung widmet sich dem Lager, wobei man z. B. die Kontrolle der Lieferkette, Lagerhaltung und Warenannahme theoretisch beigebracht bekommt. Der Hauptteil liegt natürlich bei dem Vertrieb. Hier lernt jede/-r Schüler/-in unter anderem  kundenorientiertes Arbeiten, Beschaffungsprozesse oder auch die Analyse von gesamtwirtschaftlichen Einflüssen. Ebenso wird die richtige Preisgestaltung gelehrt, sodass ein Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sein kann.

Geschäftsprozesse erfassen, dokumentieren und kontieren gehört jedes Jahr in das Pflichtprogramm des Rechnungswesen. Hierbei wird man auf die Tätigkeiten der Buchhaltung vorbereitet.

 

WEITERBILDUNGEN

Nach der Ausbildung hat man die Möglichkeit zu unter anderem folgende Weiterbildungen:
- geprüfte/-r Berufspezialist/-in
- Bachelor Professional (ehemals Fachwirt)
- Master Professional (IHK-Betriebswirt)

 

UMFRAGE

​Schülerbefragung

Die Befragung von Berufsschülern der BBS Verden hat folgendes ergeben:

- Auszubildende wurden durch Internetrecherche, Gespräche mit Familienmitglieder oder Freunden auf den Beruf aufmerksam

- Der Berufsschulunterricht wird zum größten Teil als gute Vorbereitung auf das Berufsleben empfunden

- Die Schüler sind mit der Berufswahl hoch zufrieden und würden den Beruf auch weiterempfehlen

- Die meisten Berufsschüler werden nach ihrer Ausbildung in dem Beruf weiterarbeiten und schätzen ihre berufliche Zukunft positv ein.

Befragung von Mitarbeitern/-innen nach ihrer Ausbildung

Diese Mitarbeiter/-innen haben ähnliche, aber auch durchaus differenzierte Ansichten.

- Der Großteil der Befragten hat den gegenwertig ausgeübten Beruf ebenfalls gelernt und schon häufiger den Betrieb gewechselt

- Ein sehr kleiner Teil der Befragten hat sich weitergebildet

- Es besteht eine hohe Zufriedenheit im ausgeübten Beruf

- Die Mehrheit sieht die in der Berufsschule vermittelten Fachkenntnisse als angemessen an und fühlt sich somit auf das Berufsleben gut vorbereitet

- Die Vergütung wird auch überwiegend angemessen eingeschätzt.

- Auch die Zukunftsaussichten werden als gut eingestuft. Demnach würden viele die Ausbildung weiterempfehlen

Laut den persönlichen Feedbacks sehen die Befragten allerdings den Schwerpunkt der Ausbildung auf den Ausbildungsbetrieb. Demnach weichen die in der Berufsschule ermittelten Erkenntnisse aufgrund der individuellen Besonderheiten stark. Die Schule und der Betrieb sind als zwei unterschiedliche Lernorte, die sich schwer vergleichbar sind.